Old School Rap und ihre derbsten Helden
Die Wurzeln des Rap und somit auch des Old School Rap liegen in den 70er Jahren. DJ Legenden wie
DJ Kool Herc, Grandmaster Flash oder Afrika Bambaataa entwickelten die Technik die Platten alter Funk-Klassiker zu mixen und zu scratchen. Als diese Art von Musik bekannter wurde, begannen die Künstler während der Musik zu sprechen. Melle Mel von Grandmaster Flash and The Furious Five begann als einer der ersten sich MC zu nennen. Die Geburtsstunde der MC´s. Der kommerzielle Durchbruch gelang erst später. Die Sugarhill Gang brachten mit ihrem Hit „Rapper`s Delight“ die Tanzflächen New Yorks und kurz darauf ganz Amerikas zum brodeln. Die Nummer schaffte es in die Top 40 der Charts. Kurz darauf feierten Kurtis Blow („The Breaks“) und Grandmaster Flash and The Furious Five („Freedom“) ihre ersten größeren Erfolge.
Im Gegensatz zur heutigen Rap-Musik, die häufig sozialkritisch Missstände thematisiert, war Old School Rap damals anders. Meist handelten die Tracks von „Gute-Laune-Themen“ wie Parties und Freundschaft. Eine Ausnahme bildete „The Message“ von Melle Mel wo er über das Instrumental „The Jungle“ von Duke Bootee rappte. Eine weitere Art des Rap war geboren, der so genannte „conscious Rap“.
Run D.M.C brachten 1984 ihr gleichnamiges Debüt-Album auf den Markt. Das Album war ein großer Erfolg und beinhaltete „Hip-Hop-Perlen“ wie "Jam-Master Jay", "Hard Times" oder "Rock Box“, der ersten Kombination aus Rap und rockigem Gitarren-Sound. Dieses Album läutete das Ende des eigentlichen Old School Rap ein.
Gangsta-Rap wurde immer populärer. Egal ob an der East Coast Public Enemy oder West Coast-Legenden wie Eazy-E oder N.W.A. Die Musikrichtung verließ ihre Kinderschuhe und es wurde zunehmend härter. N.W.A brachten ihr Album Straight Outta Compton auf den Markt. Der heiß diskutierte Song „Fuck Tha Police“ wurde ein großer Hit. Anstatt über das gute Leben zu rappen, thematisierten die Künstler Rassismus und Drogen-Konsum in ihren Songs.




