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Interview Da Flexiblez

Von: Robert

Da Flexiblez, bestehend aus Phylo und Flexis rocken seit 2002 die Bühnen Deutschlands. Die Berliner sind bekannt für ihren

Da Flexiblez

Da Flexiblez

eigenwilligen Stil: „Vielseitig, krank und dynamisch“. Die beiden Rapper standen uns Rede und Antwort und sprechen über ihre Musik und ihrem kommenden Album.

 

Seit 2002 zieht Ihr gemeinsam durch die Deutsche Raplandschaft. Wie habt Ihr euch kennen gelernt und wie kam es zur Zusammenarbeit?

 

P: Wir haben etwa 2 Milliarden cyphers zusammen gefreestyled und da wir ähnlich krank sind haben wir einfach zusammen Mucke gemacht.

 

F: Ja, damals hatten wir einfach beide Bock darauf die Crew Flexiblez zu gründen, weil wir eh jeden Tag zusammen gerappt haben und uns gegenseitig in unsrer Jugendclub verseuchten Umgebung für die Besten hielten…

 

Im Gegensatz zu vielen anderen der Szene setzt Ihr in eurer Musik andere Prioritäten. Kein Gangsterimage - im Gegenteil:  Ihr bestecht durch anspruchsvollen Rap, sowohl Raptechnisch als auch Lyrisch. Wie würdet Ihr euren Style beschreiben?

 

P: So wie wir eben sind. Vielseitig, krank und dynamisch. Und das können sowohl Songs über Partys   und Drogen als auch apokalyptische Visionen über Politikerroboter sein, die den Menschen die Steuern aus dem Leib saugen. Wir machen thematisch eben das, was gerade auf der Zunge liegt oder raus muss und versuchen das knackig und interessant zu verpacken.

 

F: Unsre Mucke ist anspruchsvoll, weil wir anspruchsvolle Typen sind, die hauptsächlich anspruchsvolle Mucke hören. Du gehst ja auch nicht jeden Tag zu Mc Donalds oder Burger King, man hat ja auch mal Bock auf was Frisches. Deshalb könnten wir auch nie nur stumpfe Tracks machen, weil das nicht unserer Persönlichkeit entspricht. Unser Style ist „Da Flexiblez“-ich finde das beschreibt es einfach am Besten.

 

 Was bei eurer Musik noch auffällt – „there is another language“. Wie seid Ihr auf die Idee gekommen, zweisprachig zu rappen?

 

P: Ich bin in die USA gefahren, als ich 17 war und habe deutsch gerapt. Und habe ich mich auf jeder Cypher, auf jedem Battle rumgetrieben, den ich erwischen konnte. Und ich war ein leichtes Opfer für die Leute. Ein kleiner, weißer Deutscher, der rapt, ... auf Deutsch! Also wurde ich ständig gebattelt und musste natürlich irgendwie antworten. Von da an habe ich nur noch auf Englisch gerapt. Es war nicht wirklich eine „Idee“, zweisprachig aufzutreten. Wir haben halt zusammen Mucke machen wollen, und die Sprache war dabei Nebensache.

 

F: Selbst wenn Phylo jetzt rumänisch, Südwest-indonesisch oder von mir aus tschechisch gerapt hätte, hätten wir die Crew Da Flexiblez gegründet.

 

Momentan arbeitet Ihr an eurem kommenden Album „Harmonieleere“. Was können wir von dem Album erwarten und welche Features sind geplant?

 

P: Äh, kranke Tanzbrutalität mit einem gesunden Schuss Gehirnfick….?

 

F: Haha, Harmonieleere ist eher ein Projekt auf Albumlänge. Ich sage gleich, dass es nichts für die Standard Rapfans ist. Die eine Hälfte der LP besteht aus mehreren Remixen von Tracks aus unserem aktuellen Album „Maulhelden“ -und die andere Hälfte besteht aus Tracks, die wir komplett neu produziert haben. Die „Harmonieleere LP“ ist keine „Ich-spring-jetzt-auch-ma-auf-den-Elektrozug-mit-auf-Scheibe“. Es sind sehr viele Elemente aus DubStep, Grime, Drum n Bass und hartem Berliner Clubtechno mit eingeflossen. Man kriegt auch keine Scooter-mäßigen Spaßremixe zu hören-man kriegt einfach ordentlich auf die Fresse und sollte das Zeug eher nach 3 Uhr morgens in verrauchten Kellerschuppen pumpen. Als Features sowie Produzenten sind: Damion Davis, Chefket, Mecstreem, Dj Q-Millah, Dj Craft (K.I.Z), Phylo, QMS u.v.m vertreten.

 

Abgesehen vom kommenden Album, was habt Ihr noch für die Zukunft geplant?

 

P: Wohl erst mal das nächste Projekt Harmonieleere im kommenden Frühjahr. Mal sehen, ob es noch ein weiteres Album wird. Wir haben eigentlich bloß noch Bock auf komische Ideen. Vielleicht drehen wir einen Kurzfilm über einen „Antiheld“, der seine Superkräfte dafür einsetzt, Gras zu klären und unbemerkt die Schule zu schwänzen. Vielleicht auch lieber gleich eine Serie. Außerdem planen wir eine Reality-Show mit abgewrackten Rappern.    „Big Brother: Auf der Straße“! Ich freu mich jetzt schon darauf Bushido mit Torch und MC René in einen Raum zu sperren.

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