Review The Bridge von "Grandmaster Flash"
Hip Hop Legende mit mittelstarker Rückmeldung
Hinweis: Grundlage dieser Review ist die offizielle Promo-CD, die nur 10 der 19 Songs enthält.
Joseph Saddler aka Grandmaster Flash ist eine der Personen, denen wir dankbar sein können, dass es Hip Hop heute gibt. Er entwickelte viele der Techniken, die inzwischen zum Standard-Repertoire der professionellen Plattendreher gehören, wie bspw. das Cutting. Dass er nebenbei auch noch Platten auf den Markt wirft, ist spätestens seit 1982 bekannt, als die wegweisende Single "The Message" auf den Markt kam. Der Song gilt als einer der ersten, der soziale Probleme in den Mittelpunkt rückt und gilt als wegweisend. Nun ist "The Bridge" seit 1988 das erste Album des Diskjockeys und sollte somit besonders Beachtung finden.
Beim Blick auf die Gästeliste entdeckt man viele weitere Veteranen der Hip Hop Geschichte, zwar hauptsächlich aus New York, aber mit dem Song "We Speak Hip Hop" kommen auch internationale MCs zu Wort, zudem ist Westküstenkünstler Snoop Dogg auf der ersten Single "Swagger" zu Gast. Die vielen Gäste sind auch notwendig, um die insgesamt neunzehn Tracks nicht nur als Instrumental-Ansammlung dastehen zu lassen. Grandmaster Flash ist nämlich ausschließlich DJ und Producer, und wagt sich in diesen Rollen nur an einer Stelle ans Mikrofon.
Um also wirklich Grandmaster Flash zu hören, muss man sich die Beats der einzelnen Songs genauer anhören. Man hört ihnen keinesfalls an, dass er mit seinem Alter schon weit entfernt vom Durchschnitt der Jugendkultur Hip Hop ist, jedoch zeigen sich diese allzu oft unspektakulär. Viele der Beats gehen in Richtung Dancefloor, genauso wie die Beiträge der Gäste, bei denen sich viel um das weibliche Geschlecht dreht.
Eine Ausnahme bildet da der Song "We Speak Hip Hop", der MCs aus fünf verschiedenen Ländern und vier verschiedenen Kontinenten featuret, außerdem sind zwei reine DJ-Tracks auf "The Bridge" enthalten. Eine weitere Verbeugung vor der Hip Hop-Kultur stellt "Tribute To The Breakdancer" dar, bei dem Flash zu Anfang ans Mikro tritt, um die Pioniere des Breakdance zu nennen, von denen einige bisher an keiner Stelle erwähnt wurden.
"The Bridge" gestaltet sich als Album wie ein Sampler, leider auch mit schwankender Qualität der Beiträge. Fahren auf der einen Seite Busta Rhymes oder KRS-One zur Höchstform auf, sind auf der anderen Seite Beiträge wie der von Mr. Cheeks, die höchstens Mittelmaß sind. Ebenso verhält es sich mit den Beats, was insgesamt einen durchschnittlichen Eindruck hinterlässt.
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