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Review The Music Scene von "Blockhead"

Von: Jonathan

New York, mal anders: Instrumental und weltoffen

Künstler:
Blockhead
Titel:
The Music Scene
VÖ:
Fr, 15. Januar 2010
Format:
CD
Wertung:
gute Wertunggute Wertunggute Wertunggute Wertungschlechte Wertung

Ob "Quadratschädel" die richtige Übersetzung für den Künstlernamen ist? Noch bevor ihr euch das fragt, seid ihr schon mitten drin in "Blockheads" eigenwilligem und variantenreichen Mix, den er schlicht The Music Scene getauft hat. Zwölf Titel gilt es zu belauschen, zwölf Instrumentals, die alle für sich selber stehen.

 

Dabei sind die Stücke komplex und trumpfen mit geschickt eingeleiteten Wendungen auf, die in ihrer Richtung überraschen. Am Anfang eines Songs ist nie ganz klar, wohin die Reise gehen soll. Dabei steht jedoch fest: Es wird abwechlsungsreich. "Blockhead" kann bei den Bassdrums kaum verbergen, dass er ein New Yorker ist, genauso wenig bei den Hi-Hats. Der Rest jedoch ist auch für Hip Hop aus New York unerwartet welt- und stiloffen. Wie ein Koch verfeinert "Blockhead" das eine Stück mit einer Prise Drum & Bass, das andere mit zupfenden Streichern.

 

The Music Scene hält es ernst mit der Bezeichnung "Instrumental Hip Hop": Keine Gastmusiker, höchstens eingestreute Samples und Aufnahmen. Mit diesem Zwang macht er alles richtig: Die Stücke wären als Unterlage eines Raps schon zu komplex. Deshalb solltet ihr auch nicht den Fehler machen, das Album nur im Hintergrund laufen zu lassen. Einerseits ist es dafür zu verschroben, auf der anderen Seite werdet ihr Feinheiten verpassen, die das Hören des Albums so schön machen.

 

Was The Music Scene fehlt? Wenn ihr euch auf die Musik einlasst, nichts. Es ist durch und durch ein hörenswertes Instrumental-Album, das von seiner Vielseitigkeit lebt.

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